Hinter Salzburg geht's dann mit zunehmend sinkenden Tempo durch die Alpen. Pünktlichkeit sieht gut - also perfekt, um auf der Tauernbahn noch zwecks Jausen in's Bordrestaurant einzukehren.
In Villach folgt sodann nämlich der knappe, aber heute machbare Umstieg auf den ... laut Durchsage im ICE "D-Zug" ... Die ÖBB-Taurus hat 3 Abteilwagen der SZ sowie 2 der HZPP im Anhang, in denen sich noch ein Platz finden lässt.
Karawankenbahn & Tunnel, dann noch etwas durchs ländliche Slowenien (wo trotz Spaziergängern im Gegengleis munter weitergefahren wird) dann ist das Tagesziel erreicht. Bis auf paar Stellen entlang der Save ist die Stecke landschaftlich sonst eher unspektakulär. Insg. kann sich dieser #CrossBorderRail Tag durchaus sehen lassen. Früher hätte man ja sogar mit dem IC-Kurswagen ohne Umstieg fahren können.
Nach einem kleinen Morgenrundgang & Frühstück auf zum Bahnhof. Einkaufen & paar Züge beobachten ist wegen Verspätung noch locker drin, bevor's Richtung Meer geht.
Da die Bautätigkeiten aktuell recht hoch sind, werden diverse Regionalzüge in verschiedenen Abschnitten mit Bussen ersetzt. Mein Zug ist aber ein IC, also diesmal kein SEV.
Bei Divaca sieht man den Baufortschritt der Neubaustrecke, noch geht es hier aber über den Altbau, der durch viele Tunnel & einer großen Schleife hinunter an's Meer führt.
Etwas Verspätung wurde sogar noch abgebaut bevor es heißt: Endstation. Fahrt mit dem Stadler Flirt war recht angenehm. Sitze passend zu Fenstern ausgerichtet, Sitzabstand einwandfrei, nur einen Klapptisch hätte man gerne noch spendieren dürfen. Doch schon recht warm geworden gegen Mittag.
Da der vorherige Tröt mysteriös verschwand, halt zunächst die Rückfahrt. Eigentlich hätte man ja schon früher fahren können, aber wieso wenn der Fahrplan einen Nachtzug verspricht und so noch ein entspanntes Abendessen möglich ist. Naja der Fahrplan lag wohl falsch, denn das Fahrzeug kenne ich von vorhin ja schon.
Warum das jetzt ein Regionalzug & vorhin ein IC war, das bleibt wohl ungeklärt.
Meine Vermutung wäre, dass das die Alternative für den echten Nachtzug ist, der wohl mal bis Budapest fuhr. Wenn ich mich recht erinnere, las ich hier irgendwo mal was, dass da irgendwelche Grenzübergang aktuell dicht sind.
Nun zurück zum Rest des Tages. Warm war jedenfalls auch das Wasser - 27 Grad, und da die Sonne entsprechend des Stadtwappen doch vom Himmel brannte, den #Blubb Spot nahe des Containerhafen mal genutzt zur Abkühlung. Ansonsten auch sehr hübsche Stadt, die dieses Jahr übrigens 1500jähriges Bestehen feiert. Angenehme Mischung aus mediterran und modern - vor allem im Gegensatz zu Italien nicht so unglaublich Auto verstopft und wunderbar zu Fuß erkundbar.
Heuer also erneut an's Meer. Nachtzug aus dem Schwabenland war pünktlich, sodass trotz Kurswagen-Koppelei püntklich abgefahren wird. Bis zum Grenzbahnhof Sapjane recht zügig, wo die SZ-Lok ab- und eine HZZP-Lok angekoppelt wird, dann eher gemächlich durch Wälder und zwischen Felswänden hinab zur Adria. #fensterauf #CrossBorderRail
Angekommen in Rijeka wartet noch mehr #CrossBorderRail Content, in Gestalt der neuen SZ Stadler. Seit diesem Monat fährt ein tägliches Zugpaar von/nach Opicina. Die Ausstattung des Abteilwagen, der mich herbrachte war aber eher das Gegenteil von neu, aber trotzdem für diese Dauer recht angenehm.
Rijeka - Viel später im Sommer würde ich eher nicht herkommen wollen. Es mangelt doch etwas an Schatten, vor allem wenn man sich auch noch zur Burg hochquält.
Von der Burg dann zu Fuß durch ... ähhh laut OSM Paris?!? ... zum Strand, weil wer will sich schon mit Busfahrplänen beschäftigen und das ohne Mobilfunk. Praktisch, dass dort eine kleine Bahnstation um die Ecke ist und sogar ein passender Zug zurück fährt.
Der Tag endet dann so wie er anfing - mit Blick auf's Meer, Lokwechsel usw. Diesmal sogar Grenzkontrolle. Mit den allerletzten Lichtstrahlen dann wieder zurück
Nach einer Fahrt im (trotz Ende Mai viel zu warm ) geheizten Desiro Classic und paar Minuten Stadler DMU heute ein Stück Bus wegen Bauarbeiten - das hätte man zwar online lesen können, aber nun gut. Vor Nova Nova Gorica kann dank #fensterauf noch die Grenze
betrachtet werden, bevor die größte gemauerte Eisenbahnbogenbrücke weltweit folgt und es mit diversen Tunneln & Brücken im Flusstal weiter geht.
Angekommen am See. Da der starke Regen auf die Nacht verschoben wurde, steht dem obligatorischen Aufstieg zur Burg sowie der Umrundung des Sees zu Fuß nichts entgegen. Ist allerdings doch weiter als zunächst vermutet. Dank Verspätung muss ich bei der Rückfahrt hoffen - und es klappt, denn hier werden Anschlüsse zuverlässig gewährleistet. Nun also im Stadler KISS wieder zurück.
Heute, um dem Regen ein Schnippchen zu schlagen, "nur" eine kleine Runde. Zuerst nach Novo Mesto mit Dieseltriebwagen - wegen Wetter ohne #Fensterauf. Den Rest der Strecke bis zur kroatischen Grenze, wohin teils wohl auch schon Stadler DMUs fahren lasse ich mal links liegen. Streckenzustand ist teils auch eher Niveau "französische Nebenbahn"
Zurück ging's im identischen Fahrzeug, das eigentlich über Trebnje weiter nach Sevnica fahren sollte. Dank Pofalla-Wende muss aber doch auf den Gegenzug gewartet werden, bevor's durch einsame Wald & Wiesenlandschaft am Lauf der Mirna weiter gehen kann. *tock tock*
Dort angekommen ist die einzige Sehenswürdigkeit, die Burg, deutlich zu weit weg und dunkle Wolken ziehen auf, sodass man mit der Bahnhofskatze vorlieb nehmen muss, bevor's wieder zurück zur Hauptstadt geht.
Und ein letztes mal hej! Passend grüßt die bunte Lokparade bevor's mit dem wohl schlechtesten Zug der Reise losgeht und nach einem bequemen Umstieg sowie Lokwechsel (Polizei fand dieses Bild wohl dubios) Graz erreicht wird, wo man theoretisch noch den EC nach Saarbrücken hätte erreichen können.
Stattdessen im Schlosspark Eggenburg ein kleines Päuschen - bei den bisherigen Besuchen hier hatte ich das wohl vergessen. Danach wieder zurück, um den InterCityShuttle (heißt doch so, oder?) nach Tirol zu erreichen. Gegenüber wendet noch der Stadler Flirt von SZ, der die spätere, aber halt auch langweiligere Alternative gewesen wäre.
An dieser Stelle meine persönliche Bewertung für die slowenische Eisenbahn SZ:
Pünktlichkeit: noch etwas steigerbar, aber weil Anschlüsse konsequent abgesichert werden und man sich gut um Fahrgäste kümmert, rechne ich das nicht so negativ an. Fahrzeugpark: durchwachsen, noch viele sehr alte Dieseltriebwagen sowie die schrecklichen Pendelinos. Die neuen Stadler Fahrzeuge sorgen allerdings bereits auf machen Strecken für deutlichen mehr Komfort, insofern ist man da auf einem guten Weg.
In Infrastruktur wird an vielen Stellen gerade massiv investiert, Erneuerungen, Ausbau, Neubau etc. Bei Einschränkungen für Fahrgäste wird zuverlässiger Bus-Ersatz eingerichtet. Fahrgastinformation sind an sich gut, könnte man an manchen Stationen noch verbessern, z.T. gibt's leider nur Durchsagen. Sauberkeit der Züge & Stationen einwandfrei. Insg. könnte sich so manche große Staatsbahn was abschauen, insb. beim direkten Kundenkontakt & Anschlusssicherungen.
Wo war ich gestern stehengeblieben ... Achso Graz - Innsbruck ... Die Ennstalbahn - landschaftlich sehr schön - zeigte sich dann eher trüb und regnerisch. Nach über 5h im Wendezugwagen pünktlich Triol erreicht. Witzigerweise war der Zugbegleiter von der slowenischen Grenze bis Innsbruck der gleiche.
Und damit Servus zum letzten Tag. In Innsbruck wollte ich eigentlich den direkten ICE nehmen, aber da der wegen der Unwetter vorzeitig endet, entscheide ich mich doch lieber einen Umweg über zu machen. Einmal am Arlberg entlang, kurz in den Railjet und ein Stück im Schweizer Dosto, schon wartet in Zürich ein ICE4.
#CrossBorderRail
Nach einer unspektakulären Fahrt am Rhein entlang wird man in Frankfurt Süd standesgerecht mit D-Bakel begrüßt, wobei ein Großteil wohl durch Umleitungen wegen Unwetter bedingt ist. Irgendwann kommt dann doch noch ein verspäteter ICE-T mit dem's kurz nach Mainz geht, wo ein letzter Umstieg notwendig ist
Die Variante über Ulm wäre im Endeffekt etwa 50 Minuten schneller gewesen, aber der Umstieg dort wohl sehr knapp.
@onterof D-BAKL klingt wie ein Supername für ein Flugzeug...